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Warum Feminismus ohne Intersektionalität unvollständig bleibt
6. Jan 20261 Min. Lesezeit

Warum Feminismus ohne Intersektionalität unvollständig bleibt

Feminismus ist kein einheitlicher Erfahrungshorizont. Frauen erleben Unterdrückung nicht alle gleich – und genau das macht Intersektionalität so zentral für feministische Arbeit.

Der Begriff beschreibt, dass verschiedene Formen von Diskriminierung sich überschneiden und verstärken können: Geschlecht, Hautfarbe, Klasse, Sexualität, Behinderung, Religion oder Herkunft wirken nicht isoliert, sondern gleichzeitig. Eine weiße, akademisch gebildete Frau erlebt Sexismus anders als eine schwarze, queere Frau ohne gesicherten Aufenthaltsstatus.

Ein Feminismus, der diese Unterschiede ignoriert, läuft Gefahr, selbst ausschließend zu wirken. Wenn Gleichberechtigung nur aus der Perspektive privilegierter Frauen gedacht wird, bleiben viele Stimmen ungehört – und viele Probleme unsichtbar.

Intersektionaler Feminismus fragt deshalb nicht nur: „Was brauchen Frauen?“, sondern:
Welche Frauen? Unter welchen Bedingungen? Mit welchen zusätzlichen Hürden?

Das bedeutet auch, Privilegien innerhalb feministischer Räume anzuerkennen. Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung. Wer mehr Gehör hat, kann Raum schaffen. Wer weniger betroffen ist, kann zuhören, statt zu definieren.

Intersektionalität macht Feminismus nicht komplizierter – sie macht ihn ehrlicher. Sie erinnert daran, dass Befreiung nicht teilbar ist. Entweder sie gilt für alle, oder sie bleibt unvollständig.

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